PAPENBURG 09.-10.12.2011 - WIR BESUCHEN MEMBER UDO AUF DER MEYER WERFT -

(Bericht von Member Deedee)

Unser "Liftbro" Udo, der seine kostbare Freizeit damit vertrödelt, Aufzugsanlagen in protzige Kreuzfahrtliner einzubauen, hat uns zur Besichtigung der Stätte seines Wirkens eingeladen.
Am Freitag, nein, nicht den 13ten sondern den 9ten Dezember setzte sich die Karawane von verschiedenen Ausgangspunkten aus in Bewegung, Richtung Papenburg.
Teilnehmer waren, nebst Veranstalter Udo, Ulles Sternchen Claudia, Ulles Familiensternchen Schwester Mary,Ulle himself, Slider, Alterspresi, der Fürst, Franky, und Deedee.
Die beiden Damen fuhren mit Ulle, Franky und Deedee zusammen in einem Auto wo nur soviel dazu gesagt werden soll. Es ist möglich, von Rostock bis Papenburg ununterbrochen, nahezu ohne Luft zu holen, zu reden. Namen werden aber nicht verraten.
Nach diversen Stärkungen unterwegs trafen ab 17:00 Uhr nach und nach alle in Papenburg ein und enterten das Hotel Engeln. Nachdem uns der Betreiber, Wichard Engeln versicherte, das er Getränkemäßig auch unserem Ansturm gewachsen ist, stellten wir ihn sofort auf die Probe und verköstigten seine Biere, Kräuter und Wodka's. Bis zum Abendbrot, allerdings ohne Brot, war es ja noch etwas hin und so praktizierten wir das Prinzip des erweiterten Aperetifs. Dazu trafen noch alte, gute Freunde, wie Udos Bruder Dirk und Kollege Andreas ein sowie auch Mitarbeiter von Udo, so dass es immer einen Grund zu einem Wiedersehens- bzw Kennenlerngetränk gab.
Gegen 20:30 war es denn soweit und die kulinarische Abwehrschlacht wurde eingeleitet. "Flatratefressen" hört sich blöde an, kommt aber den Tatsachen am nächsten. Soviel (extremst leckeren) Grünkohl mit Pinkel, Mett und Kasseler kann man sich nicht vorstellen, aber essen kann man´s. Das war schon vom Feinsten. Nur Clubmäkelfritze Udo, der ja keinerlei Fett ist (was man ihm wirklich nicht ansieht) tanzte aus der Reihe und bestellte sich den einheimischen Kinderteller. So gabs für ihn ein schlappes 800 Gramm Schnitzel.
Insgesamt führte die Esserei aber zu verstärkten Bedarf an Kräutergetränken, der aber sehr unbürokratisch und schnell befriedigt werden konnte.
So ging es in verschiedenen Räumlichkeiten bis in die tiefe Nacht oder den frühen Morgen und es geht das Gerücht um, das ein Member von uns, wer wohl, des Nächtens in einer Anwandlung von kruden Gedanken irgend einen Kanal von Papenburg abgejoggt ist. So das Gerücht.
Morgens konnten alle wohlbehalten beim Frühstück erscheinen und sich für die kommenden Aufgaben stärken.
In Kolonne gings dann zur Meyer Werft, wo uns der Safety-Manager Markus Wähler erwartete.
Zuerst wurden wir mit Helm und Brille ausgerüstet, aber es war schon sonderbar, das die Helme nicht schwarz und die Brillen nicht gegen die Sonne waren. Zumindest gewöhnungsbedürftig.
Dann erfolgte eine Einweisung in diverse Sicherheitsmaßnahmen und in ein paar Abläufe des Werftgeschehens. Nach der geduldigen Beantwortung unserer Fragen setzten wir uns dann in Bewegung und begannen den Werftrundgang.
Zuerst gab es die AIDAmar zu sehen, die im Mai 2012 fertig wird. Das ist schon beeindruckend, wenn man vor so einem riesigen Eisenteil steht, das 250m lang und doch recht hoch ist.
Zudem sind wir die ersten Menschen, die den Fuß auf das zu bauende Projekt NB 678 gesetzt haben, sprich auf die erste Stahlplatte, die zum Zuschneiden gebracht wurde. ECC Pioniergeist eben.
Dann ging es dahin, wo der normale Mensch sich wieder bewußt wird, wie klein er doch ist.
In Halle VI besichtigten wir die Disney Fantasy, die mit 340m Länge und fast der doppelten Tonnage der AIDAmar schon ein gewaltiger Pott ist. Man muß den Kopf schon weit ins Genick legen, wenn man zum Bug hoch sieht.
Und los ging die Besichtigung. Wir vertrauten unser Leben Udo und Dirk an, in dem wir mit einem von ihnen installierten Fahrstuhl gefühlte 300m hoch fuhren. Überall fanden noch Arbeiten statt, aber so kurz vor der Auslieferung ist das ja klar.
Zu sehen gab es eine Luxussuite wo es an nichts mangelt und die ca. 40m über der Wasserfläche liegt. Mit Terrasse, XXXXL-TV und allem denk- und undenkbarem.
Das Freideck besteht aus kleinen Pool, großen Pool und anderen Poolen sowie einer Mega Wasserrutsche, die irgendwie das Schiff umrundet.
Im Inneren konnten wir Einkaufspassagen a la Sunset Boulevard und Theater und und und besichtigen.
Jedenfalls läßt das Schiff nichts zu wünschen übrig und es ist schon fast ein Halbmarathon gewesen, bis wir wieder Beton unter den Füßen hatten.
Mit den gesammelten Eindrücken ging es dann Richtung Ausgang, wo wir unsere persönlichen Schutzutensilien unbeschädigt wieder abgeben konnten.
Lange wurde sich dann nicht mehr aufgehalten. Wir verabschiedeten uns von Frank Wähler und auf ging es dann, Richtung Heimat.
Es war eine gelungene und richtig gute Maßnahme, die allen Beteiligten Spaß gemacht hat und sehr interessant war.
Unser Dank gilt dem Wirt Wichard Engel für die reichliche Verköstigung und Durststillung und unserem Werfterklärer und Rundgangsführer Markus Wähler, der Geduld mit uns hatte und alle Beisammen hielt, was nicht immer einfach war.
Ein besonderer Dank und Respekt gilt unserem Bro Udo, der die Werftbesichtigung initiiert und organisiert hat. Danke dafür.